Von Demitsana fuhren wir weiter. Eigentlich wollten wir zur Lousios Schlucht. Haben aber den Abzweig verpasst. Da auf den engen Bergsträßchen kaum zu wenden ist blieben wir auf der engen Gebirgsstraße. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass die Straße nicht nur eng, sondern auch an einigen Stellen abgebrochen war oder abzubrechen drohte. Bei Schluchten von mehr als 100 Metern nicht immer prickelnd. Zumal an vielen Stellen auch keine Leitplanken oder Absperrungen existierten. Auch die Felsenklöster ließen wir links oder rechts liegen. Wir hätten dann von der Straße abbiegen müssen. Da aber Ella erstaunlicherweise fast drei Stunden schlief, haben wir unsere Fahrt diesmal nicht unterbrochen. Wir sind direkt nach Leonidi auf den Campingplatz gefahren. Unterwegs hatten wir noch eine nette Begegnung. Heike musste anhalten weil der Hund sich und Heike in eine missliche Situation gebracht hatte. Ich hielt direkt dahinter. Hinter mir hielt ein Grieche. Er stieg aus, ich ließ das Fenster herunter und dachte jetzt kommt es. Er grüßte freundlich und sagte „herzlich willkommen in Griechenland“ „ich grüße Darmstadt, dort habe ich vor fast 40 Jahren studiert“. Nach einem Handschlag und einem Smalltalk fuhr er dann weiter. Wir fuhren auch weiter auf den Camping Semeli. Wir hatten großes Glück.

Das war der erste Platz, der abends komplett voll war. Sogar die Ausweichplätze waren belegt. Verständlich, dass wir nicht direkt neben einander stehen. Aber doch nahebei. Gestern war total ruhig. Heike Jule und Ella waren am Meer. Es gibt dort kosenlos Sonnenliegen. Die Sonnenschirme haben wir mitgenommen. Jule hat einen leicht verbrannten Zitronenkuchen für Heike zum Muttertag gebacken. Ella hat Jule ein erstes Muttertags Geschenk gemacht. Einen Stein, den sie selbst mit ihren Händen bemalt hatte. Ferner ein paar belgische Pralinen. Später haben wir den Kuchen bei Kaffee genossen. Die extrem dunklen Stellen haben wir halt abgeschnitten. Abends sind wir die 400m zum kleinen Hafen gelaufen, es it wirklich sehr schön hier.
Der Morgen heute hat mit einer Krimigeschichte begonnen. Später sind wir mit den Rädern nach Leonidi zum Markt geradelt. Das war schon etwas abenteuerlich. Manchmal sind wir in Straßen gefahren, die sich als Zufahrten entpuppten. Aber wir sind angekommen. Ella hat derweil ihren Schönheitsschlaf gehalten. Williý ist anfangs tapfer mitgelaufen, später wurde er im Gepäcknetz des Anhängers mitbefördert. Wir haben uns mit Gemüse und Obst eingedeckt. Unterwegs kam ein Arbeiter und hat uns einen Eimer Pfirsiche in die Satteltaschen gekippt. Nach unserem Einkauf haben wir im lokalen Kaffee unser Frühstück eingenommen. Das beste !! Es gab frisch gepressten Orangensaft !! das war einfach supi.