Kalimera

Nach einer Nacht in Brindisi fuhren wir gestern Morgen zum Fährhafen.

Das war abenteuerlich. Erst wurden wir auf einen Parkplatz eingewuncken, dann mussten wir zu einem sehr in die Jahre gekommenen Büro laufen. Wo wir von einer jungen Damen bedient wurden, die scheinbar einen Beutel Zitronen zum Frühstück hatte. Zurück am Auto fuhren wir in die Schlange der wartenden Fahrzeuge.

Dummerweise standen wir direkt an einem Viehlaster und mußten alle Fenster und Türen schließen. Wir fragten uns, warum muss man lebendige Kühe bei diesen Temperaturen auf dem Sonnendeck einer Fähre acht Stunden übers Mittelmeer fahren. Vermutlich, damit sie dort in Metzgereien getötet, zerlegt und gefroren wieder in unsere Kühlregale kommen. – Wir fanden  keinen wirklichen Grund.

Die Fähre legte pünktlich um 13:00 Uhr ab. Wir hatten eine Kabine gebucht. Daher war alles etwas entspannter. Andere lagen mit aufblasbaren Matratzen im Gang oder in den Fenstern der Fähre. Die Trucker hatten fröhliches Stelldichein auf dem Sonnendeck. Wer schon einmal mit LKW Fahrern die Fähre geteilt hat, weiß was ich meine. Die Reise war sehr entspannend und auch Ella war ungewohnt friedlich angesichts der Strapazen. Kurz nach 22 Uhr (griechische Zeit) trafen wir in Igumenitsa ein. Vorher aßen wir unser bestelltes drei Gänge Menu Spagetti al Oilio, ein weiteres Hauptgericht und ein Dessert. So konnten wir spät Abend mit vollem Magen die Reise zum 15km entfernten Stellplatz antreten. Wir kamen dort gegen 23:30 Uhr an und bereiteten uns auf die Nacht vor. Keile unters Auto, ein Glas Rotwein und schlafen. Na Heike hat noch ein wenig gelesen um zu entspannen.

Heute Morgen haben wir den Platz gewechselt. Wir stehen jetzt auf einem kleinen Stellplatz am Meer und wollen hier zwei oder drei Tage bleiben. Wäsche waschen und es uns gut gehen lassen.  Wir wurden freundlichst begrüßt. Auf dem Stellplatz rumgeführt und der Teppich wurde für uns ausgerollt. – Nicht der rote, sondern ein grüner Rasenteppich. Immerhin!!

.. unter Palmen!?
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