… Kroatien wir kommen!

Nach zwei Tagen Fahren wir weiter von Camping Legjenda. Es war Cool hier. Um uns herum jede Menge kleine Kinder. Da gab es natürlich jede Menge Gesprächsstoff. Die anderen waren zwar ein paar Monate älter, aber die Basis war natürlich gegeben. Die große Schwester der Augburger kam immer mal vorbei um uns Neuigkeiten zu erzählen. Ich habe Ihr die Grundzüge des Bouls Spiel beigebracht. Wir haben dann auch ein paar Runden gespielt, allerdings ohne Punkte zu zählen.

Am zweiten Abend waren wir auf der Restaurant Insel Essen. Es gab wenig Auswahl, aber das Ambiente entschädigte dafür. Es gab Nudeln mit Tomaten, Nudeln mit Shrimps und Schrimps. Dazu Brot Olivenöl und Crema. Die Brück dahin war etwas wacklig. Wir haben es aber ohne Zwischenfall geschafft. Auch die Veranda schien etwas brüchig – man konnte durch große Ritzen die Felsen sehen – und ebenfalls wackelig.

Uns hat es aber nicht gestört. Wir hatten tolle Gespräche mit den Gästen ringsum und haben es uns gut gehen lassen.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter. Nach Shkodaer. Eine kleine Stadt im Norden Albaniens kurz vor der Monte Negrinischen Grenze. Die Stadt hat eine kleine Burg, die wir aber nicht erklommen. Wir waren mehrfach im Pool, der mich wärmetechnisch überzeugte.

Ich war gleich zweimal drin. Es gab auch einen Aussichtsturm, der Mitten auf dem Platz steht. Trotz fortwährendem Schwingen habe ich mich hochgetraut. Wir blieben nur eine Nacht, um dann am nächsten Morgen Albanien in Richtung Monte Negro zu verlassen. Ach ja, die Nacht! Es hat geschüttet und gewittert, dass einem Angst und bange werden konnte. Willi hat sich vor Angst fast die Seele aus dem Leib gekozt – Was die Frage aufwirft, Haben Hunde eine Seele?

Naja, wir verlassen Albanien. Unser Eindruck ist, man muss noch viel investieren um Albanien auf einen europäischen Standard zu heben. Die Infrastruktur ist gerade am entstehen. Alles wirkt etwas anarchisch und wild. Auf der Autobahn kommen uns Radfahrer entgegen. Geschwindigkeitsbeschränkungen sind dazu sie zu umgehen und man hat etwas den Eindruck immer etwas übers Ohr gehauen zu werden. Aber das ist vermutlich nur mein unerheblicher Eindruck.

Monte Negro erscheint hier schon ein ganzes Stück weiter. Überall entstehen moderne Geschäfte. Die Städte und Dörfer sind im Umbruch das sieht man deutlich. Die Annäherung an westeuropäische Standards ist deutlich zu sehen.  Die Landschaft Monte Negros ist atemberaubend. Die Berge und Täler, die wir schon in Albanien so wunderbar fanden setzen sich hier fort. Leider nutzen wir MNE nur als Transitland.

Ebenso wie Bosnien Herzigowina. Das wir ein kleines Stück durchqueren, bevor wir von den Bergen hinunter nach Dubrovnik kommen. Endlich wollen wir uns die Altstadt anschauen. Wir haben einen Cityparkplatz entdeckt auf dem man für 20€ (ohne jegliche Infrastruktur) für 24 Stunden stehen kann. Immerhin es gibt einen Hinweis, wie man in die Altstadt kommt mit einem Bus. Zunächst wollen wir etwas einkaufen. Müssen dann aber feststellen, die Geschäfte sind alle zu. Wir vermuten einen Feiertag. Vielleicht Fronleichnam wir bei uns zu Haus. Also machen wir einen kleinen Spaziergang zum Hafen.

Am nächsten Morgen klappt es dann mit dem Einkauf. Heike und ich ziehen mit dem Kinderwagen los und beginnen unser „speed bying“. Einkaufen in 10 Minuten. Hätte auch fast geklappt, wenn ich dann beim Bäcker nicht hätte anstehen müssen. Die hatten eine interessante Technik. Eine Frau war für die Kasse zuständig und musste bei die hinterder Theke gerufenen Preise schnell eintippen. So kann man die Zeit der Bedienung locker um das Dreifache ausdehnen. Immerhin waren sie freundlich und nicht wie die Damen jener Bäckereikette bei uns zu Hause.

Zurück am Auto aßen wir eine Kleinigkeit und starteten dann in die Altstadt – oder soll ich sagen zur Zeitreise den GoT. Die Fahrt hin lief super. Der Bus war proppen voll. Wir haben sogar Willi mit hinein bekommen. Weil der Busfahrer die Übersicht verloren hatte. Nach vier Stationen waren wir dann bei der Altstadt. In die Altstadt zu kommen war etwas schwierig. Überall waren Menschen. Die einen wollten mal die Schönste Stadt an der Adria sehen.

Die anderen den Schauplatz von GoT (Game of Thrones). Was soll ich Euch sagen Dubrovnik ist eine wunderschöne Stadt. Es hat uns super gefallen. Auf die vielen Menschen hätte ich allerdings verzichten können. Gefühlt war das noch einer drauf zu Venedig. – Kein Wunder, wenn sich die Bewohner irgendwann wehren.

Auf der Rückfahrt gab es dann ein Problem. Der Busfahrer ließ Jule und Willi nicht mitfahren. Hunde sind nicht erlaubt. Heike, Ella und ich sind dann allein gefahren und wollten Jule dann kurzerhand abholen. Fü uns klappte die Rückfahrt auch super. Wir waren dann allerdings etwas im Stress. Wußten wir doch nicht, wann Ella ihr nächstes Hüngerchen haben würde. Als ich gerade mit Jules Auto losfahren wollte rief sie an und meinte sie hätte nur noch 10 Minuten. Wir sollen auf dem Parkplatz bleiben. Was wir dann auch taten.

Heike und ich bereiteten alles für die Abreise vor. Jule hat Ella noch gestillt und schon ging es los. Wir wollten nur die Hälfte bis Split fahren 123km – zwei Stunden. Dort hat Heike einen schönen Campingplatz gefunden, auf dem wir jetzt stehen.

Etwas abseits von den anderen und nur wenige Meter vom Meer entfernt. Heike hat es inzwischen mehrfach für uns getestet. Ist leider immer noch zu kalt. Heike und ich haben gestern Abend einen schönen Spaziergang am Strand gemacht. Neben mir schlägt gerade die Kirchturm Uhr und ich merke, dass ich schon wieder eine Stunde geschrieben habe. Meine Lieben sind am Strand und genießen das Wasser und den Kies-/Steinstrand. Ich gehe jetzt auch mal runter und teste mal wieder die Temperatur.

Wir haben gestern beschlossen, dass wir bald nach Hause fahren. Jule hat immer noch Schmerzen wegen Ihrer Schulter. Die muss auch bald operiert werden. Bei mir wird die Lendenwirbelsäule auch nicht besser. Manchmal kann ich mich kaum rühren. Wir müssen zusehen, dass wir bald wieder zu Hause sind. Aktuell muss Heike viel abfedern.

Morgen wollen wir nach Trogir weiterfahren. Dann bis Rijeka. Den letzten Teil der Strecke dann vielleicht in zwei drei größeren Etappen. Wir wollen so in 10 – 14 Tagen wieder daheim sein.

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