Zurück in der Zeit

Es waren jetzt noch zwei Dinge, die wir erledigen wollten. Tanken und Einkaufen. Beides gelang auf dem Weg raus aus Iomennina. Der Dieselpreis war moderat. Wir haben für 1,714€ getankt. Es gab nur wenige, die billiger waren. Aber max. 3Cent. Jetzt fahren wir Richtung Albanien. Es sind noch ca. 60 Kilometer. Die Fahrt verlief zügig. Die Straßen sind gut ausgebaut. Der Grenzübertritt verlief problemlos. Allerdings ist die Albanische Grenze gut abgesperrt mit Grenzzäunen. Da kommen Erinnerungen an vergangene Zeiten hoch. Wir durchfahren ein weites Tal recht und Links sind Berge schätzungsweise 800 – 1000 Meter hoch. Dann halten wir uns links und fahren über eine Gebirgskette Richtung Saranda, das wir aber links liegen lassen. Bis wir nach etwa 60km oberhalb von Lukova auf eine Feldwegstraße einbiegen. Den Namen Straße hat sie eigentlich nicht verdient. Die Schlaglöcher sind enorm und ich muss ziemlich aufpassen, dass ich nicht aufsetze. Zum Glück sind es nur 1,5km bis zum Campingplatz. Der ist der Hammer. Es ist ein Platz mit kaum Comfort. Aber toll gelegen. Mitten in der Natur. Neben uns rauscht ein kleiner Bach. Es gibt zwei Bretterverschläge. Toiletten und Dusche (die ist immerhin warm). Das Meer ist etwa 200 Meter entfernt und total schön. Es gibt zwei Restaurants, einen Supermarkt und gleich zwei ATM’s. Der Stand ist ein totaler Traum.

Ach ja, Reise zurück in der Zeit – hätte ich fast vergessen. Wir sind mit dem Grenzübertritt wieder in unserer Zeitzone angekommen. D.h. eine Stunde in der Zeit zurück. Heike war schon zweimal im Meer baden. Sie liebt es ins Meer zu springen und einige kräftiger Züge im Meer zu schwimmen. Jetzt sitzen wir im Schatten vor den Autos und genießen die schöne Zeit. Lesen, schreiben oder am Handy daddeln. Ella hält in der Schaukel ihren Morgenschlaf. Alles ist total romantisch. Übrigens auch die Bar auf unserem Campingplatz. Da haben wir gestern Abend einen Wein getrunken und einen Aperol. Mit Kevin unseren Campingplatz Chef einen selbstgebrannten Raki. Kevin war vor ein paar Jahren in Deutschland und hat als Baggerfahrer gearbeitet. Da war er für zwei Monate auch in Darmstadt. Daher spricht er auch recht gut Deutch. Zufälle gibt es!

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