Wir sind gut in die zweite Ferienwoche gestartet. Allerdings ist uns inzwischen klar geworden. Ella ist diejenige, die bestimmt wo es lang geht und wie lange. Meistens geht es gut, wenn wir morgens zwischen 10 und 12 fahren. Dann schläft sie „meistens“ und wir kommen gut voran. Wenn sie aber Hunger hat, dann kann man nur hoffen, dass ein Parkplatz da ist und man schnell halten kann. Ihr lautes Rufen Hunger!! Hunger!!! Kann man kaum aushalten. Von einem Besuch in Ravenna haben wir abgesehen, damit Ella nicht unnötig gestresst ist. Wir waren statt dessen in Marina di Ravenna und haben dort die Nacht auf einem Strandparkplatz verbracht. Heike ist mit Willi und Ella am Strand entlang spaziert. Abends sind wir gemeinsam die Seebrücke raus. Leider etwas zu weit, denn Ella wachte auf und hatte Hunger!!! Von dort fuhren wir weiter Richtung Rimini. Machten dann aber einen Schlenker. Unser Ziel war San Marino. Jene eigenständige Bergrepublik an der Adriaküste, die sich mit ihrem Castello weit über das Land erhebt. Ella durfte zum ersten Mal mit einer Drahtseilbahn fahren. Wir waren begeistert von dem Blick über die Landschaft unter uns. Obwohl wir fast vierzig Kilometer im Landesinneren waren, konnten wir bis zum Meer schauen und die Berge ringsherum. Nach der Nacht auf einem kostenlosen Stellplatz unterhalb der Burg fuhren wir heute Morgen weiter. Eigentlich wollten wir nur 74km bis Fano. Da wir aber keinen schönen oder offenen Platz fanden, fuhren wir einfach weiter bis Loreto. Dort stehen wir jetzt auf einem Stellplatz direkt – naja fast direkt – am Meer und ruhen uns aus. Vielleicht spielen wir nachher noch eine Runde Kniffel oder Quirkkel oder aber Heike liest aus dem Krimi vor. Morgen wollen wir hier bleiben und waschen. Ist zwar noch nicht dringend, aber wir haben auf dem Stellplatz auch eine Waschmaschine.
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